10. Januar 2016/ROS

sie möchten kirchlich getraut werden?

Melden Sie sich bitte frühzeitig bei unsere Pfarramtssekretärin Heide Nefflle, um den Termin abzusprechen. Sechs bis acht Wochen vor der Trauung besprechen Sie alle Einzelheiten beim Traugespräch mit Pfarrer Kubitscheck

Die evangelische Trauung ist keine Eheschließung, sondern ein "Gottesdienst anlässlich einer Eheschließung". Anders als in der katholischen Kirche ist sie kein Sakrament.

Sie hat auch keine rechtliche Bedeutung. Rechtlich entscheidend ist das Jawort auf dem Standesamt, denn die Ehe, so hat es Martin Luther formuliert, ist ein "weltlich Ding". Sie gehört zu den guten Ordnungen, die Gott nicht in die Hand der Kirche, sondern der "weltlichen Obrigkeit" gelegt hat.

Nach evangelischem Verständnis suchen die frisch gebackenen Eheleute im Traugottesdienst bewusst die Nähe Gottes. Der Schritt in die gemeinsame Zukunft ist zu allererst ein Grund der Freude. Er ist wie jede wichtige Lebensentscheidung aber auch mit der Frage verbunden, was die Zukunft bringen mag. Im Traugottesdienst gehen die Eheleute diesen Schritt mit Gottes Segen und unter der Fürbitte der Gemeinde. Außerdem bekräftigen die Eheleute vor Gott ihren Willen, sich zu lieben und sich treu zu sein. Sie bringen damit zum Ausdruck, dass sie auch Gott gegenüber verantwortlich füreinander sind.